Liebe Eltern

Meine Therapeutische Spezialisierung liegt im Themenbereich von Trauer, Lebenskrisen und Trauma. Bei Kindern ist es besonders wichtig diesen Themen einfühlsam, vertrauensvoll und mit der notwendigen Empathie zu begegnen, da sie die weitere Entwicklung Ihres Kindes beeinflussen können. Es ist mir eine Herzensangelegenheit Ihrem Kind bei der Verarbeitung von Trauer, Lebenskrisen und Traumata zu begleiten, da diese Themen – unbehandelt – schwerwiegende Konsequenzen im Erwachsenenalter nach sich ziehen können. Auf dieser Seite Stelle ich Informationen bereit wie sicher Trauer, Lebenskrisen und Traumata bei Kindern & Jugendlichen äußern und behandeln lassen können. Nähere Informationen zum organisatorischen Ablauf der Psychotherapie für Kinder und Jugendliche in der Praxis Lebenszeit finden Sie an anderer Stelle.

Wie äußern sich Trauer, Lebenskrisen und Trauma bei Kindern und Jugendlichen?

Schlimme Ereignisse wirken sich bei Kindern und Jugendlichen anders aus als bei Erwachsenen, da diese eine verschiedene Wahrnehmung haben. Dabei zeigt sich auch eine andere Symptomatik gegenüber der eines Erwachsenen. Folgende Verhaltensmuster können ein Indiz für Trauer, eine Lebenskrise oder ein Trauma sein:

  • Plötzlicher Leistungsabfall in der Schule
  • Sozialer Rückzug und Isolation
  • Kinder/Jugendliche sprechen plötzlich nicht mehr
  • Regelmäßiges Einnässen/Einkoten
  • Anhaltende Traurigkeit
  • Selbstverletzendes Verhalten

Nicht selten tritt bei Kindern und Jugendlichen dabei durch nicht verarbeitete belastende Ereignisse eine komplette Wesensveränderung auf, die mit stark schwankendem Verhalten sowie dem Wiederaufnehmen kleinkindlicher Verhaltensmuster einhergeht.

Therapeutische Begleitung bei Trauer

Kinder und Jugendliche erleben den Verlust einer nahestehenden Person ganz anders als Erwachsene und benötigen daher in solchen Phasen besondere Zuwendung. Die Trauertherapie kann Ihrem Kind/Jugendlichen eine Möglichkeit geben seiner Gefühlswelt Ausdruck zu verleihen und bietet Raum für Fragen und Gedanken um das Geschehene, um diese für sich zu sortieren.

Mit Hilfe der therapeutischen Begleitung bei Trauer lernt Ihr Kind wie es mit den Trauergefühlen zurechtkommen und diese in sein Leben integrieren kann. Dabei werden Rituale etabliert, die Ihrem Kind bei der Umsetzung im Alltag helfen dem Verlorenen einen neuen Platz in seinem Herzen zu geben.

Trauer kann bei Kindern und Jugendlichen durch verschiedene Umstände ausgelöst werden. Durch die verschiedene Wahrnehmung gegenüber Erwachsenen, wirkt sich diese allerdings anders aus. Auslöser können sein:

  • Verlust eines Familienmitgliedes wie Mutter, Vater, Oma, Opa, Geschwister
  • Verlust einer Bezugsperson außerhalb der Familie
  • Verlust des geliebten Haustiers
  • Verlust des Familiengefühls durch Trennung der Eltern

Therapeutische Traumatherapie für Kinder & Jugendliche

Traumatische Ereignisse erschüttern die Sicherheit von Kindern / Jugendlichen in besonderem Maße oder lassen diese ganz verschwinden, deshalb müssen diese Themen sehr behutsam angegangen werden. In der therapeutischen Traumatherapie wird daher überwiegend stabilisierend und ressourcenorientiert gearbeitet, um die verlorene Sicherheit wieder aufzubauen. Zudem werden geeignete Bewältigungsstrategien entwickelt, die Ihrem Kind helfen das Erlebte zu verarbeiten und nach vorne blicken zu können.

Traumatische Ereignisse bei Kindern und Jugendlichen erschüttern oft die gewohnte sichere und häusliche Umgebung. Zu den Traumatischen Ereignissen zählen unter anderem:

  • Tod eines Familienmitgliedes
  • Häusliche Gewalt
  • Sexueller Missbrauch
  • Medizinische Eingriffe
  • Längerer Aufenthalt entfernt von zu Hause (z.B. Krankenhaus, Kinderheim)

Krisen bei Kindern & Jugendlichen

Es können ganz unterschiedliche Situationen für Ihr Kind als Krise gelten. Die Psychotherapie für Kinder und Jugendliche kann dabei helfen die Gefühle hinter der Krise sichtbar zu machen und somit gezielt Bewältigungsstrategien für Ihr Kind zu erarbeiten. Auf spielerische Art und Weise soll dabei das Selbstbewusstsein Ihres Kindes gestärkt werden, sodass dieses gestärkt aus ihr hervorgehen kann sowie für zukünftige Krisen gewappnet ist und erkennt, dass diese zum Leben dazugehören.

Auslöser einer Krise bei Kindern und Jugendlichen sind vielfältiger Natur. Sie gehen oft mit einer Veränderung Ihres gewohnten sicheren Umfeldes einher, dazu gehören unter anderem:

  • Trennung der Eltern (Scheidung)
  • Umzug in eine andere Stadt
  • Ungewollter Schulwechsel
  • Mobbing durch Mitschülern, Lehrer, Nachbarskinder

Wie arbeite ich mit Kindern und Jugendlichen?

Kinder und Jugendliche nehmen ihre Umwelt ganz anders wahr als Erwachsene und können sie für diese oft noch nicht verständlich über Sprache kommunizieren. Der Zugang zur Gefühlswelt von Kindern und die Suche nach Lösungswegen gelingt am besten über die Sinne. In der therapeutischen Arbeit mit Kindern & Jugendlichen werden daher altersgerechte Ausdrucksmöglichkeiten genutzt, die überwiegend kreativer Natur sind. Dazu zählen Spiele, künstlerisches Malen, Musik oder Aktionen, bei denen das Kind seine Gefühle durch Bewegung ausdrückt. So kann das Kind seine seelische Situation bildlich erleben und in der Therapie können positive Impulse zur Veränderung gesetzt werden. 

Spielerische Methoden in der Therapie

Die kreativen Ausdrucksmöglichkeiten kommen dabei in verschiedenen Therapiemethoden zur Anwendung.

Bei Kindern und Jugendlichen spielt meist die Familiensituation eine große Rolle, welche sich beispielsweise mit Hilfe der Systemische Therapie durch den Einsatz von Spielfiguren sichtbar machen lässt. Auch der inneren Gefühlswelt des Kindes und wie sich diese auswirkt kann so Ausdruck gegeben werden.

Der Vertrauensverlust in die Welt ist bei belastenden Ereignissen wie Verlusten oder Traumata bei Kindern meist verheerender als bei Erwachsenen, da sie noch nicht so stark verwurzelt sind. Die Stabilisierung des Selbst, um das Selbstvertrauen und das Vertrauen in die Welt wieder zu stärken, ist bei Kindern daher von besonderer Bedeutung und kann unter anderem mit Hilfe von Elementen aus der Traumatherapie erreicht werden.